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09
Dez

Handgefärbte Wolle

Archived in the category: Handarbeit/Handicrafts
Posted by: Tanja - 3 Comments

Handgefärbte Wolle

Handgefärbte Wolle

Das Warten hat ein Ende und es hat sich gelohnt: Gestern ist endlich die handgefärbte Wolle eingetroffen, die ich in den USA bestellt hatte. Das Zusammenspiel der Farben ist so schön, dass ich mich fast gar nicht traue, daraus was zu stricken. Aber da muss ich jetzt durch. ;-)

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After weeks of waiting the hand dyed yarn I ordered in the US finally arrived yesterday. The yarn was really worth the wait! The effect of the different colors is so beautiful that I hardly dare to actually knit something from it. I hope it looks just as perfect in knitted form as it does now. ;-)

Der ein oder andere aufmerksame Leser hat sich nach dem letzten Post vielleicht gefragt, wie ich dazu komme, mir ein Buch über das Quilten auszuleihen. (Ich, die ich nicht mal eine Nähmaschine ein- und ausschalten kann.) Das kam so: Die liebe Marie-Marie suchte auf nadelspiel.com jemanden, der den “Club der Patchwork-Frauen” von Sandra Dallas lesen und kommentieren würde. Ich fühlte mich spontan von der Inhaltszusammenfassung angesprochen und habe mir das Buch besorgt. Die Handlung dreht sich − wie der Titel auch schon vermuten lässt − sehr stark ums Quilten. Das Quilten wird von der Autorin mit sehr viel Liebe zum Detail und mit einer unglaublichen Begeisterung beschrieben.

Ich wusste bis dahin auch nicht, dass jedes Quiltmuster einen Namen mit einer tieferen − fast mystischen − Bedeutung hat. Deshalb habe ich mir gestern dieses Quilten-Buch in der Bibliothek ausgeliehen, um mehr über diese Hintergründe zu erfahren. Leider liegt der Fokus des Buchs doch sehr auf den handarbeitstechnischen Aspekten, so dass ich mir wohl nochmal ein anderes Buch zu der Geschichte der Muster besorgen. Außerdem überlege ich, ob ich an der VHS einen Patchwork-Schnupperkurs mache. Für die anderen Teilnehmerinnen hätte das unbestritten sicher einen ganz eigenen Unterhaltungswert, aber im Moment überwiegt die Faszination mit dieser Jahrhunderte alten Tradition noch der Angst vor der Blamage.

So, jetzt aber noch kurz zum Inhalt des Buches: Der Club der Patchwork-Frauen trifft sich im Kansas der 30er Jahre einmal wöchentlich, um gemeinsam zu Quilten. Die Lebensumstände sind hart: Es hat seit Monaten nicht geregnet, viele Farmersfamilien können nicht mehr von dem Leben, was ihr Hof abwirft. Das Sozialleben der Frauen reduziert sich auf die wöchentlichen Treffen des Clubs. Dementsprechend groß ist der Zusammenhalt unter den sehr unterschiedlichen Charakteren. Dann kommt Rita in den Ort, die so ganz anders ist: Sie hat in der Stadt gelebt, am College studiert und möchte Reporterin werden. Ihr kommt es gerade recht, als plötzlich die Leiche von Ben auftaucht − dem Ehemann von Ella, der ein Jahr zuvor spurlos verschwunden war. Sie wittert ihre Chance auf einen Coup.

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Some of you might have asked yourself after the last post, why I of all people checked out a book on quilting from the library − as I cannot even turn a sewing machine on and off. Well, dear Marie-Marie was looking for someone to read and comment on “The Persian Pickle Club” by Sandra Dallas on nadelspiel.com. I liked the synopsis and got the book. Quilting plays an essential part in the plot. It is described by the author with a great love to detail and with great enthusiasm.

Up til then I did not know that each quilting pattern has a name and a deeper − almost mystic − meaning to it. That’s why I borrowed that book, hoping to learn more about this old tradition. I am also considering doing a weekend course on quilting in January. That would be great entertainment for the other participants for sure. However, at the moment the fascination with this traditional technique far outweighs my fears of making a fool of myself.

Now, finally, a few words on the plot of the book: The story is set in Kansas during the 30s. The Persian Pickle Club meets once a week and is more or less the only social life the women have. Times are hard, it hasn’t rained in months and many families cannot really live of their farming any more. The “Pickles” stick very close together and help each other through these times of need as good as they can. Then Rita moves into town and she is totally different: She userd to live in a big city, where she went to college. Now she wants to become a reporter for the local paper. She is piqued when the corpse of Ben is found − Ben who left Ella from Persian Pickel a year ago and was never seen again. Rita feels this could be here great chance to land a coup.

18
Okt

Schöne Zeit

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Posted by: Tanja - 2 Comments

Stricktreff

Stricktreff

Gestern war nun der Stricktreff, den ich zusammen mit einer anderen Userin von nadelspiel.com organisiert hatte. Und, was soll ich sagen: Es war einfach klasse! Schon während des Kaffeetrinkenshabe ich mehrmals gedacht, dass es erstaunlich ist, wie gut es “passt”, dafür dass wir uns alle vorher nicht persönlich kannten. Im Anschluss hat dann jede von uns ein paar ihrer Handarbeiten vorgestellt. Ich selber habe ja bisher nur die Baby-Booties und einen Schal fertiggestellt. Vielleicht schaffe ich es bis zum nächsten Treffen ja mal, eine Mütze fertig zu stellen. Danach haben wir dann noch alle zusammen gefilzte Herzen gemacht. Dieses Mal sah mein Herz schon viel besser aus, als beim ersten Versuch. Ich hatte ja insgeheim gehofft, dass meine enormen Materialvorräte für’s Trockenfilzen (ich habe mich da beim Kauf etwas verschätzt) spürbar weniger werden. Dieser Plan ist nicht aufgegangen: die Vorräte reichen immer noch aus, um Jahrzehnte lang Weihnachtsschmuck daraus zu basteln. ;-)

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Stricktreff: gefizte Herzen

Stricktreff: gefizte Herzen

Yesterday we had the first meeting of our new knitting and crotcheting club. There were five of us and we had a really great time. While we were having coffee and cake I thought several times how amazing it was that we all got on like a house on fire even though it was the first time we meet personally. When we were finished eating each of us presented a few of their knitting pieces. The only things I had to show so far were the baby booties and the shawl. I hope I’ll have finished a hat or a pair of socks when we meet again in a few weeks. After that we all made some felted hearts. This time my heart looked a lot better than the ones I did last time. I was secretly hoping that the vast amounts of materials I bought by mistake would visibly decrease - but no such luck. I still have enough stuff to make felted hearts for my Christmas trees for the next two or three decades to come. ;-)

10
Okt

Christbaumschmuck in Ostereifarben

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Posted by: Tanja - 0 Comments

Gefilzte Herzen//Felted hearts

Gefilzte Herzen//Felted hearts

Heute nachmittag gab es hier unwetterartige Regengüsse, genau das richtige Wetter, um ein bisschen zu basteln. Das habe ich seit Jahren nicht mehr gemacht, aber seit ein paar Tagen war ich plötzlich in Stimmung dafür. Leider sehen meine Basteleien immer noch genauso aus wie vor fünfzehn, zwanzig Jahre: hilflos selbstgebastelt. Die Demo-Filzherzen, die Elisabeth auf www.nadelspiel.com gefertigt hat, gefallen mir um klassen besser. Mein eines Herz sieht aus wie ein Osterei, Weihnachtsstimmung kommt da nicht auf bei mir. Aber noch ist nicht aller Tage abend, ich werde in den nächsten Tagen nochmal einen Anlauf starten und dann vielleicht auch mal ausschließlich mit Farbflächen arbeiten.

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This afternoon the rain was pouring down, exactly the right weather for a bit of craft work. I haven’t done any for the past fifteen or even twenty years, but these past days I was suddenly in the mood to try again. Unfortunately nothing much has changed since then, my craft work looks self-made in a pretty pathetic kind of way. One of the felted hearts even looks more like an Easter egg instead of the Christmas tree decoration it is supposed to be. I like the felted hearts Elisabeth made on www.nadelspiel.com a lot better. However, I’m not giving up yet. I will try once more during the next few days, working more with coloured patches instead of trying to create ornaments.

Im Urlaub habe ich mein zweites Strickstück fertiggestellt, das ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Seit gestern abend stricke ich an einem weiteren Schal, diesmal mit rechten und linken Maschen im Wechsel, was meine Konzentration schon sehr fordert. Der pinke Schal war eigentlich für eine meiner Schwestern gedacht, allerdings stellte sich dann heraus, dass sie “keine Mädchen-Farben trägt”. Tja, es entgeht einem so einiges, wenn man nicht mehr zusammen wohnt.

Heute morgen beim Frühstücksfernsehen habe ich übrigens überlegt, ob ich eine Blogwette ausschreiben sollte, dass die Koalitionsverhandlungen darauf hinauslaufen werden, dass es keine in irgendeiner Art und Weise signifikanten

Flauscheschal

Flauscheschal

Änderungen im Steuersystem geben wird, die FDP den Koalitionsvertrag aber trotzdem unterschreibt. Allerdings wäre es wohl schwierig, jemanden zu finden, der dagegen wettet. ;-) Deshalb wäre die spannendere Frage wohl, wie lange CDU und FDP die Scharade “Wir tun alles, um da noch Spielräume zu finden” noch aufrecht erhält. Ich würde wetten, dass sie Ende kommender Woche langsam damit rausrücken werden, dass sich nix ändern wird (außer vielleicht, dass an einigen Stellen noch mehr gespart wird als eh schon).

Richtig gefreut habe ich mich heute, als ein Kunde anrief und einen Text ausführlich lobte. Da zeigt sich mal wieder, dass ich unter Druck (vor dem Urlaub musste noch so einiges fertig werden) zu Hochformen auflaufe. :-)

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I have posted a picture of my second piece of knitting, which I finished during my vacation last week. I originally made this for one of my sisters. However, in the meantime I found out she “doesn’t wear girly colours”. It’s amazing what you miss when you don’t live together anymore.

Today during breakfast TV I shortly considered to start a blog bet, that the negotiations of the coalition parties of the new government will end up bringing no changes whatsoever in the tax system but that the liberal party (FDP) will sign the coalition treaty anyway. However, I guess it would be hard to find anyone willing to bet against this. ;-) The more interesting question will be to see, how long they will carry on to pretend they are seriously searching for the financial scope to make these changes happen (as we all know by now they are just not there no matter what way you look at it). My bet is, that they will start at the end of next week to come out bit by bit with the fact that they wont change anything except perhaps to cut down the budgets even more than before).

Something that made me really happy this mornig was the call of a client who really praised one of my texts. This seems to prove once more that I work best under pressure (there were sooo many things to finish during the week before the vacation…). ;-)

Umgarnt

Umgarnt

In den letzten Wochen ist es hier sehr ruhig gewesen. Das lag zum einen daran, dass ich beruflich sehr viel zu tun hatte (Yippie!) und ich nach zehn Stunden am Rechner irgendwann nur noch froh war, wenn ich die Kiste ausschalten konnte. Die vergangenen sieben Tage haben wir auf Fischland-Darss-Zingst an der Ostsee verbracht und dort gab’s mal wieder keinen Internetanschluss − das scheint sich wie ein roter Faden durch unsere Urlaube zu ziehen. ;-)

Ich habe die Woche genutzt, um zum einen mit dem Schal, den ich gerade stricke ein gutes Stück weiterzukommen. Zum anderen habe ich das passende Buch dazu gelesen: “Umgarnt” von Kate Jacobs. Das Buch hatte mir meine Schwester Julia empfohlen und erst war ich ein bisschen skeptisch, weil unsere Geschmäcker nicht immer übereinstimmen. Doch ich muss sagen: Kate Jacobs war für mich eine Entdeckung. Mir hat das Buch und der Erzählstil so gut gefallen, dass ich mir direkt die beiden Nachfolger “Die Maschen der Frauen” und “Knit the Season” (erscheint am 3. November und wurde noch nicht übersetzt) bestellt habe. Außerdem landete dann noch “Wenn Frauen kochen” in meinem Warenkorb, denn irgendwie muss ich ja die Wartezeit überbrücken, bis die anderen beiden Bücher Anfang November geliefert werden.

Vordergründig geht es in “Umgarnt” um eine kitschige Liebesgeschichte: Der Farbige James verlässt seine (weiße) Freundin Georgia als diese von ihm schwanger wird - aus Angst vor der Reaktion seiner Eltern. Nach mehr als einem Jahrzehnt Funkstille finden die beiden auf wundersame Weise wieder zusammen. Mangels Alternativen hatte die schwangere Georgia damals “Walker and Daughter”, einen Laden für Handarbeitsbedarf und Strickmode eröffnet, der inzwischen recht erfolgreich ist. Dieses Geschäft dient als Treffpunkt für den “Friday Night Knitting Club”, der dem Roman den Namen gab. Mit dieser kitschigen Rahmenhandlung kann ich, ehrlich gesagt, wenig bis gar nichts anfangen.

Doch blickt man hinter diesen vordergründigen Handlungen, findet man liebevolle Characterbeschreibungen der Mitglieder des Strickclubs und eine faszinierende Gesellschaftsstudie. Dank Echtzeitkommunikation haben wir viel mehr Möglichkeiten, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, und doch ist das Leben jedes einzelnen in gewisser Weise einsamer und distanzierter geworden. Wo immer wir sind, wir bräuchten nur zum Mobiltelefon zu greifen oder ein paar Wörter in einen Instant Messenger zu tippen, doch zu sagen, was uns wirklich bewegt wird trotz dieser vermeintlichen Nähe immer schwieriger - egal ob es um den Partner, die beste Freundin oder die eigenen Eltern geht.

Das alles erzählt Kate Jacobs anhand einer schwungvollen Geschichte über eine Hand voll Frauen, die sich mitten im pulsierenden New York City jeden Freitag abend eine Auszeit nehmen, um erst jede für sich und später immer stärker auch gemeinsam an ihren Strickprojekten zu arbeiten. Stück für Stück tasten sie sich aneinander heran, Schritt für Schritt gelingt es ihnen auch in ihrem sonstigen Leben wieder Kontakt zu ihren Liebsten aufzunehmen. Ein wirklich durch und durch empfehenswerter Roman!

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The Friday Night Knitting Club

The Friday Night Knitting Club

These past weeks were pretty quiet around here and once more I promise to improve. First there was so much to do job wise that after ten hours in front of the laptop I just wanted to get away. Then we spent the past week in Eastern Germany at the Baltic Sea and we did not have internet access − which seems to become a leading theme for our vacations. ;-) During the week away I almost finished the scarf I am knitting at the moment. In addition I read “The Friday Night Knitting Club” by Kate Jacobs.

My sister Julia suggested this novel and first I was sceptical because we do not always have the same taste in literature and to be honest a novel about a handful of women who meet once a week to knit didn’t seem too thrilling. But let me tell you, Kate Jacobs was a real discovery. On my return I instantly ordered her other novels “Knit Two” and “Comfort Food” as well as “Knit the Season” which will be released on 3 November. “Knit Two” and “Knit the Season” are the sequels to “The Friday Night Knitting Club”.

On the surface “The Friday Night Knitting Club” is this really corny story about James (black), who leaves his girlfriend Georgia (white) when she turns out to be pregnant because he is scared of his parents reaction. After twelve years of almost no contact at all their paths cross again and James, Georgia and their daughter Dakota finally become the happy family they should have been all along. When she was pregnant Georgia opend her own knitting supplies store − originally out of a loss for any alternative way of earning her living − By the time the plot starts the store has already become quite a success and has also turned into the meeting premesis of the “The Friday Night Knitting Club”. Anyone who knows me has probably already guessed that this is not a story to enthrall me.

However, beyond this there are lovingly painted portraits of the club’s members and deeply thoughtful insights into todays society. This is a story about how we seem to have all and more of the technical means to establish and stay in contact with whoever we wish and whenever we would like to. While all the time each single person becomes a bit more lonely and finds it harder and harder to truly reach out for their loved ones − be it the partner, the best friend or the parents.

The heroines of “The Friday Night Knitting Club” each work on their own projects at first, then decide to all have a go at the same sweater so they can all focus on the same patterns and support each other until finally they all work at one project (an afgan) each of them contributing a part to the piece. While step by step they open up and get closer to each other they also finally manage to truly reach out to their loved ones. Kate Jacobs tells their stories − taking place in the middle of pulsing New York City − with spirit. This is a truly recommendable novel! Enjoy!